Die Atmung des Hundes

Wenn der Hund schläft oder sich in einem Ruhezustand befindet, erfolgt die Atmung beim Hund durch die Nase. Die Atemzüge werden durch die Bewegung der Rippen erkannt und hinter der letzten Rippe gezählt. Bei kleinen Hunden und Welpen beträgt die Atemfrequenz ca. 30 bis 50 Atemzüge pro Minute. Bei großen Hunden dagegen 20-30 Atemzüge pro Minute. Bei starker Beanspruchung oder Hitze kann die Atemfrequenz beim Hund auf 300 Atemzüge pro Minute ansteigen. Bei Krankheiten wie Fieber, Herzinsuffizienz oder Anämie beschleunigt sich die Atmung des Hundes. Auch Stress und psychische Erregung lassen den Hund schneller Atmen.

Der Hund hat eine sogenannte kostoabdominale Atmung (= Bauch-Zwerchfell-Flankenatmung). Sowohl Brustkorb als auch Bauch spielen bei dieser Form der Atmung eine Rolle. Atmet der Hund nur über den Bauch oder nur über die Brust, kann der Tierarzt darauf schon Rückschlüsse  auf eine Erkrankung ziehen. Bei einer reinen kostalen Atmung des Hundes (Brust- bzw. Rippenatmung) könnte im Bauchraum eine schmerzhafte oder raumfordernde Erkrankung vorliegen. Eine reine Bauchatmung (abdominale Atmung) des Hundes, kann dies Hinweis auf eine Verletzung im Brustbereich deuten. Stellen Sie eines der beiden Atmungsarten bei Ihrem Hund fest, sollten Sie zum Tierarzt gehen.

Jeder Hundebesitzer sollte über die Normalwerte der Atmung seines Hundes informiert sein. Denn im Notfall kann das Wissen um die normale Atemfrequenz  sehr wichtig sein. Ermitteln Sie mit einer Stoppuhr die Atemfrequenz Ihres Hundes im Ruhezustand. Denn eine veränderte Atemfrequenz kann Rückschluss geben auf eine Vergiftung beispielsweise.

Die Atmung des Hundes prüfen

Zunächst können Sie visuell die Atmung des Hundes prüfen. Beobachten Sie dabei, wie sich der Brustkorb des Hundes regelmäßig hebt und senkt. Sollten Sie dies nicht erkennen, hilft es die Fingerspitzen auf den Brustkorb zu legen. Nun sollten Sie die Atmung des Hundes fühlen können. Eine weitere Alternative zur Prüfung des Atems besteht darin, die angefeuchtete Hand für die Nase des Hundes zu halten. Sie sollten dann einen regelmäßigen Atemzug (Luftzug) spüren. Sollen Sie keine Atmung bei Ihrem Hund erkennen, besteht ein absolut schneller Handlungsbedarf.

Die Atmung des Hundes: Normalwerte

  • kleine Hunde und Welpen: 30 bis 50 Atemzüge pro Minute
  • große Hunde: 20 bis 30 Atemzüge pro Minute
 

Atmung des Hundes: Atemfrequenz ermitteln

Zählen Sie die Atemzüge Ihres Hundes für 15 Sekunden und nehmen Sie das Ergebnis mal 4. Damit haben Sie die Atemfrequenz pro Minute ermittelt. Beispiel: 8 Atemzüge in 15 Sekunden, ergeben 32 Atemzüge pro Minute.

Atmung des Hundes: Anzeichen einer Krankheit

Verändert sich die Atmung des Hundes, so kann dies Rückschluss auf eine Krankheit sein. Erkennen Sie folgende veränderte Atmung bei Ihrem Hund, fragen Sie umgehend Ihren Tierarzt um Rat.
  • andauernd erhöhte Atemfrequenz,
  • jede erniedrigte Atemfrequenz,
  • pumpende, stoßweise Atmung,
  • flache, kaum sichtbare Atmung.
  • Atemstillstand
Beobachten Sie eines dieser Anzeichen bei Ihrem Hund, konsultieren Sie bitte umgehend den Tierarzt.

Atmung des Hundes: So funktioniert sie

Wie der Mensch oder andere Säugetiere, benötigt auch der Hund Sauerstoff zum Atmen. Die eingeatmete Luft besteht dabei nur zu etwa 20% aus Sauerstoff. Atmet der Hund ein, wird die Lunge mit Sauerstoff gefüllt und dehnt sich aus. Auf die häufig tief verzweigten Luftwege gelangt dann die Luft in die tief im Lungengewebe befindlichen Lungenbläschen. Hier findet dann auch der Austausch von Sauerstoffmolekülen und Kohlenstoffmolekülen statt. Atmet der Hund aus, gelangt die mit Kohlenstoff (Kohlendioxid) angereicherte Luft wieder raus.
 
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